Freitag der 30. März: Hektisch geht alles in die letzte Runde! Die Feuerlöscher werden noch rasch serviciert, das Auto vollgeladen und ab es geht nach Deutschland. Die nächsten Tage sind bereits gut verplant: Der Kompass wird neu kompensiert, ein Gutachter kommt an Bord wegen einer alten Sache mit unserer hydraulischen Steuerung, die Scheiben im Cockpitzelt werden erneuert, und Fritz moniert einen neuen Bilgenalarm. Der alte war Batterienabhängig und diese waren ständig leer, der Neue, der auch im Motorraum, in der Vorschiffkoje und in der Achterkajüte montiert wird hängt nun an den Verbraucherbatterien. Auch ein Kohlenmonoxidmelder wird montiert, dieser wird mir viel Freude machen, da ich bald feststelle, dass er nicht bei unserem Dieselherd auslöst, allerdings seine Meldepflichten sehr genau nimmt, wenn ich den Spirituskocher kurz anwerfe. Wer hätte gedacht, dass unser Origo soviel Sauerstoff verbraucht. Die letzte Zeit in Flensburg verbringen wir mit verabschieden. So rasch werden wir hier leider nicht mehr festmachen. Vera und Axel verbringen den vorletzten Abend mit uns, Anja und Thorsten erreiche ich leider telefonisch nicht.
Danach werfen wir die Leinen los und es geht ab nach Sonderborg, wo wir im Stadthafen festmachen. Eine Pizza wird geholt und der Abend klingt gemütlich im Cockpit aus. Allerdings muss das Cockpitzelt als Windschutz dienen, da der Wind die Temperatur eindeutig absenkt. Am nächsten Tag beobachten wir ein armes Segelboot, welches vielleicht zwei Minuten zu spät ablegt, unbarmherzig wird die Klappbrücke wieder abgesenkt und die armen müssen wieder festmachen. 2 1/2 Stunden später öffnet die Brücke wieder und legen auch wir ab und fahren Richtung unseres neuen Hafen weiter. Bald legen wir dort bei Regen an und verziehen uns unter Deck. Am nächsten Tag beginnen wir Magellan für das Herausheben vorzubereiten und als wir mit allen fertig sind fahren wir wieder nach Wien. Die Einkaufsliste ist wieder einmal länger geworden, die Rettungsinsel und ein Feuerlöscher, der an Bord war, müssen wieder überholt werden. Beim nächsten Mal wird Fritz alleine hinauffahren und viel arbeiten…
Verfasst von symagellan 




